Titikakasee: Puno.

Puno gehört zu den Orten, an denen die meisten Touristen nicht stoppen, sondern wo sie lediglich kurz aufschlagen, um von Bolivien aus nach Arequipa oder Cusco bzw. von Peru aus nach Copacabana oder La Paz in Bolivien weiter zu reisen.

Damit alle wissen, wo wir sind.

Auch wir planen nicht, viel Zeit dort zu verbringen. Die Islas Flotantes („Schwimmende Inseln“) will sich Alfred aber nicht entgehen lassen. Also buchen wir ein Zimmer für eine Nacht und verstoßen gegen eine der ersten Backpacker-Regeln: Wir buchen den Ausflug zu den Inseln bei der Person, die uns am Busbahnhof anschwatzt, während wir mit unseren Rucksäcken Richtung Taxi schlurfen.

Fehler gemacht, Ziel dennoch erreicht.

Er setzt sich zu uns in Taxi und fährt mit ins Hotel. Dort – welch Zufall – stellt sich der Hotelmitarbeiter als sein entfernter Cousin heraus. Wir lassen uns den Ausflug kurz von ihm erklären, rechnen den Preis in Euros um und stellen fest, dass wir eigentlich nicht verlieren können und auch keine Lust haben, uns in 1-2 Stunden selbständig eine ähnliche Tour zu organisieren – wo die Chance sehr groß ist, dass wir am Ende ohnehin am selben Boot enden.

Also werfen wir unsere Bedenken über Board und hoffen auf’s Beste (nämlich, dass wir die Inseln an diesem Tag noch erreichen.

Islas Flotantes

Die Islas Flotantes, also „Schwimmenden Inseln“, wurden von Einheimischen vom Volk der Uros erbaut, die ihre Ruhe wollten*. Sie bestehen aus Totora, einer Schilfrohrart, und müssen daher auch laufend erneuert werden. Heute leben nur noch wenige Menschen permanent dort, ihre Haupteinnahmequelle ist der Tourismus. Ein Großteil der Bevölkerung ist mittlerweile auf’s Festland ausgewandert.

Aus diesem Schilfrohr sind die Inseln und so gut wie sämtliche Gebäude darauf.
So sehen die Schwimmenden Inseln aus.

Nach diesem interessanten Ausflug kümmern wir uns noch um peruanische SIM-Karten, ein Busticket nach Arequipa für den kommenden Tag und ein Abendessen. Dann ist der Tag auch schon vorbei, wir gehen zu Fuß zurück ins Hotel und schlafen in einem riesengroßen Zimmer mit klitzekleinem Elektroheizkörper – zur Abwechslung wieder einmal in einem Doppelbett.

*Das ist natürlich nur die Kurzversion der Entstehung der Islas Flotantes und ein wenig romantisiert. Die Uros kamen wohl ursprünglich aus der Amazonasregion und konnten am Titikakasee kein Land für sich gewinnen. Als sie entdecken, dass Totora schwimmt, beschlossen sie, künftig – auch aus Gründen der Sicherheit – am Wasser zu leben.

Das ist die etwas ausführlichere Kurzversion.

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