Roadtrip. Patagonien. Juanita. Der Anfang.

Überpünktlich erreichen wir den vereinbarten Treffpunkt, den Parkplatz eines Supermarktes. Da er auch schon ums Eck: Ein weißer Fiat Ducato biegt in die daneben liegende Werkstatt ein, um noch ein paar Kleinigkeiten richten zu lassen. Wir queren den Parkplatz und sagen hallo zu Juanita, unserem fahrenden Zuhause für die kommenden Wochen.

Während die Mechaniker schrauben, erklärt uns der Besitzer die notwendigen Dinge: Wie aus dem Sitz- ein Schlafbereich wird, was wir beim Fahren beachten sollen und andere Besonderheiten. Wir unterschreiben den Mietvertrag, zahlen (in bar) und sind auch schon am Weg…

…oder so denken wir. Der linke Blinker funktioniert nämlich nicht. Ist dem Besitzer das nicht aufgefallen? Also schnell Kontakt mit ihm aufgenommen und zurück in die Werkstatt. Dort wird wieder geschraubt (und ein wenig geflucht), bis der Blinker funktioniert und wir uns tatsächlich auf machen. Wir kaufen im Supermarkt einen ganzen Wagen voller Lebensmittel ein und holen unsere Rucksäcke, die wir dankenswerter Weise in der Unterkunft lassen durften.

Es geht los!

Wir sind total aufgeregt. Noch nie waren wir mit einem Camper unterwegs und sind auch noch nie mit einem 6 m langen, 3,5 m hohen Fahrzeug gefahren. Es fühlt sich aber ziemlich gut und zu 100 % richtig an. Den Rest improvisieren wir.

Da es bald dunkel wird, suchen wir uns einen Stellplatz in der Nähe und werden in der Nähe von Ensenada, am Fuße des Osornos fündig: Wir möchten unsere erste Nacht gleich in der Wildnis verbringen (also nicht auf einem Campingplatz) und der großzügige Parkplatz am Ostufer des Llanquihue Sees scheint uns passend.

Chile Patagonia wild camping sunset

Wir kochen unser erstes Abendessen am Gaskocher, richten unser Bett her – und stellen fest, dass der Wagen sich nicht versperren lässt, weil die Seitentür nicht schließt.

Oida.

Wir kontaktieren den Vermieter und am kommenden Morgen geht es gleich wieder zurück nach Puerto Varas. Er nimmt uns den Wagen ab und bringt ihn nach einigen Stunden wieder. Die Zentralverriegelung funktioniert.

Nächster Versuch – erfolgreich!

Wieder einmal verlassen wir die Stadt und dieses Mal kommen wir ohne Zwischenfälle voran. An der Abzweigung zu unserem ersten Stellplatz biegen wir rechts ab in Richtung Süden und folgen dem Petrohue Fluss bis zu seiner Mündung in den Relocavi Fjord.

Chile Patagonia vanlife mountain
Juanita genießt die Aussicht.

Die Straße ist längst nicht mehr durchgehend asphaltiert und weil wir das Auto noch nicht kennen, fahren wir langsamer als notwendig. Die umliegende Gegend gibt uns einen Vorgeschmack auf das, was wir in den nächsten Wochen täglich bestaunen werden dürfen: Natur in ihrem Idealzustand, nämlich ziemlich unberührt und kaum bewohnt.

Chile Patagonia vanlife selfie
Läuft.

Am späten Nachmittag erreichen wir den Ort Rio Puelo und parken bei den Fischern unter der Brücke. Als die Sonne untergeht, fahren die Fischer nach Hause und wir genießen die Ruhe in unserem – versperrten – Van.

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